Wenig Zeit für Sport

Sport und Bewegung sind grundlegend für eine gesunde Entwicklung. Laut dem aktuellen „Deutschen Kinder- und Jugendsportbericht“, der am 14. August 2015 in Essen vorgestellt wurde, bleibt für Kinder heute aber oft keine Zeit für Sport im Alltag. Laut der Verfasser liegt dies zu einem Großteil an den Veränderungen im Bildungssystem: So führen etwa die Etablierung von Ganztagsschulen und die Verkürzung der Gymnasialschulzeit dazu, dass Kinder heutzutage viel länger im Unterricht und über ihren Hausaufgaben sitzen.

Der aktuelle „Deutsche Kinder- und Jugendsportbericht“ umfasst über 600 Seiten: Sportwissenschaftler, Pädagogen, Sportmediziner und Soziologen beleuchten darin die Umbruchsituation im Kinder- und Jugendsport und geben Handlungsanweisungen für Politik, Vereine, Verbände und Schulen.

Ein Hauptaspekt des Berichtes bildet die Frage nach dem Zusammenhang zwischen Veränderungen im Erziehungs- und Bildungswesen und den Auswirkungen auf den Sport. Hier halten die Autoren fest, dass sich Kinder und Jugendliche immer weniger bewegen. Als Gründe für den Mangel an Bewegung nennen die Verfasser dabei die Verkürzung der Gymnasialschulzeit und die zunehmende Einrichtung von Ganztagsschulen: Sie führen dazu, dass Kinder und Jugendliche einen Großteil des Tages in der Schule verbringen, sich dort aber nicht in ausreichendem Maße bewegen.

Daher empfehlen sie, Spiel und Sport wieder verstärkt in den Alltag der Bildungseinrichtungen zu verankern. Genau an diesem Punkt setzt das neue Bewegungsprogramm der Dietrich Grönemeyer Stiftung an und leistet einen Beitrag für mehr Sport und Bewegung im Schulalltag!

Veröffentlicht in Aktuelles.